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Bewertung der mündlichen Leistung im Unterricht


Ein fächerübergreifender Konsens über Bewertungskriterien mündlicher Leistungen von SchülerInnen konnte in folgenden Punkten hergestellt werden:

Bewertung der mündlichen Leistungen im Unterricht

Unter mündlichen Leistungen werden alle Leistungen verstanden, die während des Unterrichts nicht in Form von Klausuren, Klassenarbeiten (Langzeitfächer) und zensierten schriftlichen Lernkontrollen (Kurzzeitfächer) erbracht werden.


Zur Transparenz

  1. Die Bewertungskriterien sollten zu Beginn des Schuljahres den SchülerInnen mitgeteilt werden.
  2. Bei Aktivitäten im Unterricht sollten die SchülerInnen angemessen auf die Qualität ihrer Leistungen hingewiesen werden.
  3. Die erste mündliche Note wird im 1. Halbjahr in der Woche vor oder nach den Herbstferien mitgeteilt, die zweite mündliche Note wird spätestens mit der Bekanntgabe der Gesamthalbjahresnote und der gesamten mündlichen Note mitgeteilt.
    Für das 2. Halbjahr wird entsprechend in der Woche vor oder nach den Osterferien die erste mündliche Note, die zweite mündliche Note spätestens mit der Bekanntgabe der Gesamtjahresnote und der gesamten mündlichen Note mitgeteilt.



Bewertungskriterien

  1. Kontinuität (und individuelle Entwicklung) Aktivität, Beharrlichkeit, Stetigkeit, Häufigkeit
    (AFB I)
  2. Qualität (Kenntnisse und Methoden) Fachsprache, soziale Interaktion, Fachwissen, fachspezifische Methoden
    (AFB I und II)
  3. Kreativität (Problembewusstsein und Problemlösen) Probleme erkennen und lösen, Kreativität (... was den Unterrichtsgang voranbringt)
    (AFB III)



Allgemeine Hinweise

  1. Hausaufgaben dürfen nicht benotet, können aber bewertet werden ( + / o / -).
  2. Sonderaufgaben dürfen nur bewertet werden, wenn diese Arbeit der gesamten Lerngruppe gestellt wurde.
  3. Die mündliche Bewertung wird in Listen festgehalten. Ihre Mitteilung an die Lerngruppe wird im Kursheft / Klassenbuch datiert.

 


Probleme bei der mündlichen Bewertung

  1. Man muss zwischen Mittel- und Oberstufe unterscheiden.
    Mittelstufe: Lehrer hat "Holepflicht"
    Oberstufe: Schüler hat "Bringepflicht"
  2. Auch andere Verfahren der mündlichen Leistungsbewertung als das Unterrichtsgespräch, wie z.B. Protokolle, Referate, Tests etc., sollen nach Möglichkeit für die mündliche Notenfindung eingesetzt werden.
  3. Die mündliche Note sollte unabhängig von der schriftlichen erteilt werden – also keine Anpassung der mündlichen an die schriftliche Note.



Aufgeschlüsselter Kriterienkatalog für die Hand des Lehrers

Kontinuität (und individuelle Entwicklung)
stetig partiell – selten aktiv
beharrlich kurzzeitig (sporadisch)
interessiert desinteressiert (abgelenkt)
funktional (auf den Lernprozess orientiert) dysfunktional (den Lernprozess hemmend)

individuelle Entwicklung:
aufsteigend absteigend

Qualität (Kenntnisse und Methoden)
kenntnisreich kenntnisarm
sicher unsicher
profund oberflächlich
fachsprachlich umgangssprachlich
verständlich unverständlich
multikausal monokausal

Kreativität (Problembewusstsein und Problemlösen)
unterrichtsfördernd unterrichtshemmend
produktiv nur reproduzierend
multiperspektivisch perspektivenarm

Dieses Grobraster soll lediglich eine Hilfe bei der mündlichen Notengebung für die Hand des Lehrers sein.

 

11.04.2000






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