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“Preserving our worlds”- "Bewahrung unserer Welt"
Schulleiter Alfred Mangold und Projektkoordinator Willy Lachmund waren vom 4.-7. Dezember 2007 zu einem „Vorbereitenden COMENIUS“ Besuch in Muggiò bei Monza in Italien. (siehe Foto)

Gemeinsam mit den Schulvertretern aus Spanien, Nordirland, Rumänien und Italien legten die beiden Eckpunkte für ein neues Schulprojekt im europäischen Rahmen fest. Titel des Projektes wird sein „Bewahrung unserer Welt“, die Schwerpunkte liegen in den Fächern Biologie und Erdkunde. Vorrangig werden Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen das Thema bearbeiten. Natürlich wird es auch wieder europäische Begegnungen für Lehrer und Schüler an den beteiligten Schulstandorten geben. Das erste Treffen soll im November 2008 in der nordirischen Provinz Londonderry stattfinden. In Munster wird ein kleines Europatreffen mit Schüler aus allen beteiligten Schulen erst im Mai 2009 möglich sein..
Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt (2008/09 und 2009/10) und verlangt eine umfangreiche Dokumentation. Dafür gibt es aber auch reichlich finanzielle Mittel von der EU, um die Projektarbeit und die Mobilitätsmaßnahmen zu finanzieren.
Die dem Projekt zugrunde liegende Intention ist es, mehr über die Welt um uns herum zu erfahren und Verantwortung für die Bewahrung und Weiterentwicklung dieser Welt zu übernehmen. Es geht deshalb in dem Projekt auch darum das Bewusstsein dafür zu schärfen, was wir für unsere Welt tun sollen und was wir besser unterlassen sollten. In diesem Sinne soll durch das Projekt eine dezidiert umweltbewusste und –verantwortliche Haltung bei den Schülerinnen und Schülern erzeugt werden. Dieses Ziel soll durch die Zusammenarbeit mit den Partnerschulen und durch das gegenseitige voneinander Lernen beschleunigt und intensiviert werden.
Die in dem Projekt “Preserving our worlds” von Schülern, Lehrern und der gesamten Schulöffentlichkeit durchzuführenden verschiedenen Aktivitäten stehen in einem konstituierenden Zusammenhang mit mit den von der COMENIUS-Agentur vorgegebenen Leitzielen. In diesem Sinne will das Projekt Nachhaltigkeit, schonenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen, soziale Integration, das Erlernen moderner Fremdsprachen, Innovation und Kreativität befördern. Der konsequent transnationale Charakter des Projektes ermöglicht einen intensiven interkulturellen Austausch zwischen Schülern, Lehrern und Eltern und schafft damit die Voraussetzung für die Entwicklung von Toleranz und aktivem europäischen Bürgersinn.
Aufgrund der durchgehend projektorientierten und im hohen Maße selbstverantworteten Arbeit der Schülerinnen und Schüler werden die Lehrer zur Entwicklung und Erprobung innovativer Lehr- und Lernkonzepte angehalten, die nachhaltig das Lehren und Lernen am Gymnasium Munster verändern werden.
Die Arbeit am Projekt hat bereits begonnen und könnte nach Bewilligung des Projektantrages mit verstärkten Anstrengungen fortgesetzt werden.
Es gibt schon eine Internetseite des geplanten Projektes, wo sich die Schulen, z.T. mit kleinen Filmbeiträgen vorstellen:
http://preservingworlds.blogspot.com/
Kurz vor den Osterferien fuhren Herr Mangold, Frau Schophuis und Herr Brauer, der Einladung der Nordiren folgend, über Bremen, Dublin und Belfast für vier Tage in den beschaulichen Ort Kilrea. Dort arbeiteten sie mit Vertretern der anderen teilnehmenden Nationen, Spanien, Italien, Slowakei und Nordirland an dem europäischen Schulprojekt "Preserving our worlds". Nach einer beeindruckenden Eröffnungsfeier in der Kilrea Primary School, bei der gesungen, getanzt und referiert wurde, erhielten die Gäste einen Einblick in das nordirische Schulsystem und eine sehr aufschlussreiche Führung durch das Gebäude und die Klassen. Man mag sich nun fragen, was Vertreter eines Gymnasiums an einer nordirischen Grundschule verloren haben: Das Projekt ist diesmal für die Klassenstufen 5 und 6 ausgelegt und die Iren besuchen erst ab der siebten Jahrgangsstufe eine secondary school ( ~ Gesamtschule / HS / RS) oder eine grammar school (~ Gym). Das Schulgebäude selbst ist zwar unspektakulär, die personelle und technische Ausstattung übertraf aber die Vorstellungskraft der deutschen Gäste. In jeder Klasse gab es mehrere Lehrerinnen und Assistentinnen, d.h. die Klassen, die an sich schon kleiner waren als bei uns, wurden oft noch aufgeteilt. Die Räume sind knallbunt geschmückt und voller Regelhinweise und Lernhilfen und doch strukturiert eingerichtet. In jedem Raum gibt es Leseecken, gefüllte Bücherregale, Whiteboards und Smartboards, keine grünen Tafeln oder gar Kreide, dafür Beamer, DVD-Spieler, Fernseher, CD-Geräte und vielen mehr. In jedem Raum. Daran wurde uns wieder einmal vorgeführt wie unterfinanziert unsere Schulen in Deutschland wirklich sind. Am nächsten Tag wurde die secondary school im nächsten Ort besichtigt und auch dort setzte sich dieser positive Eindruck fort.
Die Gastfreundschaft der Iren war überwältigend und ließ die Teilnehmer beinahe vergessen, dass sie sich ja tatsächlich auf einer arbeitsintensiven Dienstreise befanden. Leider konnten keine Schüler mit nach Nordirland, da jede aufnehmende Familie in Großbritannien strengen Auflagen unterliegt und die amtlichen Zertifizierungs- und polizeilichen Überprüfungsprozesse sehr aufwändig und vor allem langwierig sind. Aus dem gleichen Grund werden die Nordiren auch keine Schüler mit in die anderen Länder nehmen können. Schade.
Im Mai steht schon das nächste Treffen in der Slowakei an. Die Italiener, mit denen schon seit längerem eine gute Freundschaft besteht, werden uns im gleichen Monat hier in Munster mit einer Gruppe Schülern besuchen, bevor es im weiteren Verlauf des Projektes dann nach Italien und Spanien geht.
Br