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Selbst Minister sein


Der Jahrgang 12 des Gymnasiums in Munster besuchte vom 16. bis zum 18. Januar 2017 das Planspiel "POL&IS" (Politik und internationale Sicherheit) in Bremen. Dort waren die Schülerinnen und Schüler zu Gast bei den Jugendoffizieren der Bundeswehr, um den theoretischen Unterrichtsalltag einmal selbst in die Praxis umzusetzen. Vor dem Hintergrund der Komplexität internationaler Beziehungen galt es, die Weltpolitik zu bestimmen. Dazu schlüpften die Schülerinnen und Schüler unter anderem in die Rolle von Regierungschefs, Staatschefs und Wirtschaftsministern einer der neun gegebenen Nationen.

Die Schwierigkeit bestand darin, nachhaltig zu wirtschaften um den Fortbestand der Region zu sichern. Denn die Weltbank kontrollierte stets den Finanzhaushalt aller Nationen. Mit einem kritischen Auge wachten die Vertreter der Nichtregierungsorganisationen, darunter Greenpeace und Amnesty International, über die Einhaltung des Umweltschutzes und der international anerkannten Menschenrechte. Darüber hinaus agierten die Vereinten Nationen in ihrer Rolle als Vermittler und Protektor von Konflikten. Besonders spannend war es, dass das Weltgeschehen der "POL&IS"-Welt von der Weltpresse in Echtzeit via Twitter kommentiert wurde. An dieser Stelle wurde klar, welche Vorstellung junge Menschen von einer modernen Pressearbeit haben.


An der Weltkarte planen die Schülerinnen und Schüler ihre Aktionen

In der simulierten Staatenwelt waren schnell diplomatische sowie rhetorische Kompetenzen gefragt. Denn die Minister eines Staates standen immer wieder vor gegenwärtigen Problemen wie dem weltweit organisierten Terrorismus, der Piraterie, dem Drogenhandel oder dem zum Teil problematischen gesundheitlichen Zustand der Einwohner einzelner Staaten. Diese Probleme konnten von den Spielern durch das Erstellen von fiktiven politischen Programmen bekämpft werden. So verhalfen beispielsweise höhere Steuern auf Alkohol in Russland gegen den frühen Tod durch eine Alkoholvergiftung. Diese Programme wurden im Anschluss von der Spielleitung, die die Jugendoffiziere übernahmen, beurteilt und eine Auswirkung auf das  Spielgeschehen wurde festgelegt.

Zunächst fokussierten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Staaten neben diplomatischen Lösungen vor allem auf das Abschließen von Wirtschafts- und auch Sicherheitsverträgen. Doch allen Friedensverträgen zu trotz fiel die Welt letztendlich einem Atomkrieg zwischen Arabien und Indien zu Opfer, in welchen auch andere Länder eingriffen, so dass es letztendlich zu einem globalen nuklearem Winter kam.


Demonstrationen, eine gute Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsverträge standen in der "POL&IS"-Welt im Vordergrund

Schlussendlich gelang es dem Planspiel, dass sich alle Schülerinnen und Schüler lückenlos mit ihren jeweiligen Staaten identifizieren konnten. Dass sogar während der Freizeit am Abend weiter über das Geschehen in der "POL&IS"-Welt diskutiert wurde zeigt, dass die Schüler hier mit enorm viel Freude und Interesse vorgegangen sind. Einige Schüler waren sogar enttäuscht darüber, dass die Simulation ein so jähes Ende finden musste und wünschten sich eine Verlängerung der Simulation. 


Text und Fotos: Aron Brockmann und Finn Vogel (Jg. 12)


 

Geschrieben von: Br am 26.01.2017

 

 

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