Top

You are here:  Home / News / Main-News

Mangold kehrt zurück


Bereits seit einigen Wochen liefen die Planungen und Vorbereitungen für das Erasmus+ Projekt zwischen Muggio und Munster hinter den Kulissen. Und mit den ersten frühlingshaften Temperaturen konnte es sofort losgehen. Da jedoch unsere eigenen Örtlichkeiten leider immer noch eine Baustelle sind, möchten wir an dieser Stelle dem Leiter der benachbarten Grundschule im Örtzetal, Herrn Hoffmann, einen großen Dank aussprechen, denn wir dürfen Räumlichkeiten und besonders den dortigen Schulgarten für unsere Zwecke nutzen.


Das Projekt befasst sich mit der Fragestellung, welche Kultur- und Nutzpflanzen man früher angebaut hat und wie sie genutzt wurden. Verschiedene alte Saatgutsorten wurden hierfür beschafft, wie z.B. Buchweizen, Pastinaken, Mangold, Guter Heinrich, und Färberpflanzen. Auch Kartoffeln und Blütenpflanzen für Bienen und Insekten sollen angebaut, beobachtet und geerntet werden.
Unter der Leitung von Frau Bruns konnte die Arbeitsgemeinschaft erste Arbeiten dort vornehmen. Zu Beginn hatten die Schüler den Auftrag erhalten, die vorhandenen Flächen auszumessen, um auf dieser Grundlage ermitteln zu können, wieviel Pflanzen pro m² gesetzt werden dürfen, um optimales Wachstum zu gewährleisten. Im Schulgarten gibt es bereits eine Reihe von Stauden, Gehölzen und Obstbäumen, aber auch einige schon länger brach liegende Beetflächen, die nun im Rahmen des Projektes bestellt werden. Als erste größere Maßnahme mussten die Beete von unerwünschtem Bewuchs befreit werden (der Volksmund nennt es Unkraut),  sodass die Schüler sich mit den Gartengeräten vertraut machen mussten, um dann das Jäten vorzunehmen. In der darauffolgenden Woche stand Rigolen auf dem Plan, wobei der Boden etwa zwei spatentief umgegraben wird, um das Auflaufen einjähriger Kräuter zu verhindern und zugleich Feuchtigkeit aus dem Oberboden in tiefere Schichten einzubringen. Hierdurch wird nicht nur die Bodenstruktur gelockert, sondern gleichzeitig  für eine bessere Durchlüftung gesorgt, was besonders den jungen Pflanzen mit ihren feinen Wurzeln zu Gute kommt. Es stellte sich jedoch heraus, dass es so gut wie keine tief wurzelnden unerwünschten Pflanzen gab, sodass dieser schweißtreibende Arbeitsschritt entfallen konnte.
Es lassen sich zahlreiche Bezüge zur unterrichtlichen Arbeit herstellen, z.B. Keimungsversuche im Fach Biologie in Jahrgang 5, denn es ist beim Saatgut nicht unerheblich, ob man sogenannte „Bedecktsamer“ oder „Nacktsamer“ anbauen möchte, da jede Frucht ihre spezifischen Anforderungen besitzt. Nach dem letzten extrem trockenen Sommer können die oben genannten Arbeiten sehr wichtig sein, weiß man doch nicht, wie sich das Klima in den nächsten Jahren gestalten wird. Die biotischen und abiotischen Faktoren (Licht-/Wasserangebot) spielen für das pflanzliche Wachstum eine entscheidende Rolle und werden auch im Biologie- und Erdkundeunterricht zunehmend diskutiert.
Während der Arbeiten im Schulgarten konnten die Schüler erste Pflanzen bestimmen und auch Insektenlarven wurden mit Interesse beobachtet. Die Schüler hatten die Frage aufgeworfen, durch welche Maßnahmen man die Artenvielfalt, bzw. das Überwintern/Überleben von Tieren/Insekten erleichtern könnte. Auch diesen Fragen soll nachgegangen werden und wenn möglich, in die Praxis umgesetzt werden.
Die AG „Natur erleben“ unter der Leitung von Frau Baumann nutzt den Schulgarten ebenfalls. Beete wurden bereits von unerwünschtem Bewuchs befreit, später sollen Bodenproben bestimmt werden und vergleichende Studien werden angestellt, wenn das Gärtnern unter bestimmten Fragestellungen erfolgt. Die Arbeiten im Schulgarten sind äußerst interessant und abwechslungsreich und bieten immer neue „Forschungsansätze“.



 

Written by: Br 1 2019.03.07

 

 

 Login
Search