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Gymnasium Munster - Aktuelles-Leser

Lyrik aus der Oberstufe

Ist Lyrik noch aktuell, etwas, was die Schüler*innen heute noch interessiert? Viele Schüler*innen sagen, dass viele Gedichte sperrig und schwer zugänglich seien, dass Gedichte weniger gelesen werden. Was macht Gedichte aus? Ist es der Reim, die Form, das Metrum?

In der Unterrichtsreihe „Was ist der Mensch? Vielfalt lyrischen Sprechens“ haben sich die Kurse mit verschiedenen Epochen der Lyrik auseinandergesetzt - von Barock bis Lyrik nach 1945, immer mit der Frage verbunden, was der Mensch ist, ihn ausmacht. Die Schüler*innen haben eigene Gedichte zu Themen, die ihnen wichtig sind, verfasst.

Hier sind einige der eindrucksvollsten Ergebnisse.

 

Auf der Schaukel

 

Und als ich auf der Schaukel saß

Da kam mir der Gedanke, der meine Seel´ zerfraß

Ist das Leben eine Leiter?

Und geht es immer weiter?

 

Jeder wird als Kind geboren,

Angeblich alle zu Großem auserkoren.

Habe ich denn eine Wahl?

 Tja, das Leben scheint wie ein Saal.

 

Ein Saal mit imposanter Decke

Und ich avanciere wie eine Schnecke.

Doch begrenzt ist der leere Raum

Ja, und vielleicht ist es ja alles nur ein Traum.

 

Stadtspaziergang

 

Aufgewärmter Asphalt

Laternen funkeln, schimmern, glitzern

Gedämpfte Lichter führen uns durch enge Gassen

Meine Gedanken zu laut

Kann sie nicht gefangen lassen

 

Gespräche

Kontrovers

Doch auch leises Lachen

Leben

Facettenreich, doch eintönig

authentisch und konform

Gefangen in einer gesellschaftlichen Norm

 

Wieso fühle ich mich dann so frei?

 

Du nimmst meine kalte Hand

So impulsiv, das Kribbeln, die Wärme

Düstere Wolken ziehen vorbei

Über uns leuchten die Sterne

 

Ein leiser Kuss

Die Turmuhr gibt ihren stündlichen Klang

Funkelnde Augen

Der Weg ist noch lang

 

Mir geht es gut

 

Wieder fragst du mich, wie’s mir geht

Und ich weiß gar nicht warum

Du ständig wissen willst, wie es um mich steht

Ich kann alle diese Fragen

Einfach länger nicht ertragen.

Überhaupt, wen interessierts?

 

Also sage ich das, was ich solange gelernt hab,

stundenlang vorm Spiegel geprobt hab.

Mir – geht es gut.

Schnell überspiel ich die Situation

Noch mit einem Fake Lächeln,

Denn hey, mir geht es gut!

 

Und dann lässt du mich wieder allein

Weil ich es so will

Ja, ich will es so.

Denn dieser ganze soziale Druck,

wie ich mich verhalten muss,

er ist zu gigantisch, zu immens, zu groß.

Einfacher ist ein schnelles, knappes und gewöhnliches

Mir geht es gut.

 

Trotzdem vergesse ich wo vorn und hinten ist,-

Der Himmel hat seine Farbe verlorn,

von der Sonne ganz zu schweigen.

Jede einzelne Blüte der Erde verwelkt

Und jeder Baum hat seine Frucht verlorn.

Ich bin leer und kalt.

Meine Lebensfreude verblasst.

Ich weiß nicht mehr, wer ich bin

Ich kenn mich nicht.

Meine Lippen fangen an zu zittern,

Mein Kartenhaus zerbricht.

Der Schatten auf meiner Seele breitet sich weiter aus

Mein Herz wird taub.

 

Aber es wär zu kompliziert, dass alles zu erklären

Und sowieso würde mir das mein Leben nur erschweren

Also bleib ich lieber im Automatismus drin:

Mir geht es gut.

 

Was von mir bleibt

 

Ich verlange sehnsüchtig nach ihr,

Werde doch durch meine Angst todunglücklich wenn ich sie sehe.

Ich begreife, dass die Zeit zwar vergangen,

Die Vergangenheit als Klage aber noch gegenwärtig ist.

 

Ich befinde mich in einer Hölle,

Die bis in alle Einzelheiten der Welt gleicht in der ich lebte.

Ich will fliehen aber kann nirgendwo hin

Wann bin ich gestorben?

 

Ich sehe Menschen lachen, doch denke mir,

Wie ist das möglich in diesem schrecklichen Leben?

Ich kann meine Stimme zwar gebrauchen,

Doch wurden Wörter fremd für mich.

 

Und meine Gefühle?

Meine Gefühle werden unterdrückt von den Medikamenten

 

Die neue Generation

 

Früher sah man,

Bloßes Auge.

Keine Linse,

Kein Gerät,

Nur gesehen:

Die Realität,

Das Hier und Jetzt,

Nicht vernetzt.

Doch heute!

Viele

Leute

Sie sehen nicht.

Nur die Linse

und nur durch sie,

Das ist die neue Welt.

Vernetzt.

Hinter der Linse.

Und durch sie hindurch.

 

Die neue Menschheit/Probleme einer neuen Zeit

 

Leere Menschen mit noch leereren Herzen

Alles voll von Missgunst und Neid

Obwohl, es gibt doch so viel Geld

Hüllen voller Erinnerungen und verdrängten Schmerzen

 

Alles was wir tun unter unermesslichen Druck

Niemand auch nur ein wenig zufrieden

Dabei suchen wir doch alle nur unseren inneren Frieden

Alles was uns hilft ist nur noch ein weiterer Schluck

 

Jeder nur noch interessiert sich mit anderen zu messen

Statt sich auf sich selbst zu fokussieren

Dann würden wir uns auch alle weniger stressen

Wir sollten alles angehen mit mehr Toleranz

Hinwegsehen über manch´ Fehler unserer Mitmenschen

Denn vieles wird geklärt durch so viel Akzeptanz

 

 

Vokalgedicht

 

Am Anfang war Anna da,

dann war der Alarm an.

Bank war ausgeraubt.

Als Adam Anna ganz hart ansah;

Fahrt nach Alaska war ganz apart.

Dann hat Adam Anna ganz scharf gemacht.

 

Entgleistes Vokalgedicht

 

Was auch mal da‘ Plan war, das war alles kein Drama/

Naja, man sagt alles war planbar, bla bla

Man plant ja, aber all das ward keine Saga

Damals, war alles lachhaft, man dachte man rafft was

 

Irrsinniges, immer wirkt’s mir richtig –

Irgendwie ist’s witzig, wir wissen nicht wie,

die Disziplin ist instinktiv, im Prinzip ist’s nichtig

Dinge wie Blitzlicht, sind nie ‘n Lichtblick. /

 

Bei Ding‘n die mich nicht brennend interessieren, konnt‘ ich mich noch nie wirklich gut fokussieren

Ich ließ sie links liegen, als würd‘ ich beim Flohmarkt nichts bieten und es trotzdem noch kriegen Im Allgemeinen beschreibt das die Schule: ich bin nicht am Lernen, ich bin am Spielen

Von Simulatoren von Kriegen in der Bude

Ich sehe mein‘ Bildschirm mit mehr Freude als den Louvre

 

 

Alarm in Alaska

 

Da war Alarm in Alaska.

Ankam augenblicklich tataaaa, tataaaaa.

Alle Angaben warn falsch,

gar fatal:

Falschalarm.

Dann gab der Passat Gas

rast an ganz lange

Tanne...

...alle platt!

 

 

Herzrennen

Bernd geht. Er geht schnell.

Er rennt. Eben bleibt er stehen.

Denn Bernds Herz schlägt schneller denn je.

 

 

 

Der Schmerz

Peter redet sehr ernst, denn Peters Zehen schmerzen.

Er lebte elend neben den Schmerzen,

weswegen es der Regel entspreche, wenn ne Menge der Schmerzen Peters entfernt werden.

Herrje!

 

 

Forderung

Wir werden gefordert in keinster Weise,

alles scheint uns nicht auf unseren Verstand zu verweisen.

Sie verlangen von uns nicht das Verstehen

Sondern lediglich das Zusehen.

Werden wir nur noch gebraucht um zu konsumieren?

Oder gibt es überhaupt noch eine Chance für unser Gehirn, zu partizipieren?

Werden wir in unserer Gesellschaft überhaupt noch gebraucht?

Oder einzig und allein unseres Geldes beraubt?

Wenn zum Schauen eines Films das Gehirn in Stasis versetzt werden muss,

wird das Gehirn so präpariert, dass es keine Chance hat auf einen Fehlschluss.

Die Gedanken sind schon lang nicht mehr frei,

die meisten Werbekonzerne wünschen sich eine innere Diktatur herbei.

 

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